Multilokales Mostviertel?

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Als Regionalberater bei NÖ.Regional beschäftige ich mich mit neuen Phänomenen und Herausforderungen ländlicher Strukturen.

Multilokales Mostviertel?

Der Trend der Urbanisierung in Kombination mit sinkenden Geburtenraten führte u.a. dazu, dass 30% der Bezirke und 40% der Gemeinden in Österreich zwischen 2005 und 2015 einen Bevölkerungsrückgang verzeichneten.

Das klingt auf den ersten Blick wie eine Schreckensmeldung, doch „Get the Most“ will auf die großen Chancen hinweisen, die sich auf den zweiten Blick für das Mostviertel ergeben. Das Zauberwort heißt „Multilokalität“ und bedeutet,  dass immer mehr Menschen nicht nur an einem, sondern an mehreren Orten leben, arbeiten und die Freizeit verbringen (beispielsweise die Arbeitswoche in Wien und das Wochenende im Mostviertel). Prozesse wie Globalisierung, Digitalisierung und schnelle Verkehrsverbindungen befördern diese multilokalen Lebensarten.

Multilokalität ist ein Massenphänomen mit steigender Relevanz

Die Anzahl der multilokal lebenden Menschen wird statistisch nicht erfasst –  als Annäherung dient der Anteil an Zweitwohnsitzen. Dieser liegt in Ostösterreich derzeit bei knapp 20%. Dieser Wert dürfte laut Fachmeinung jedoch nur die unterste anzunehmende Größenordnung sein und die Tendenz und die gesellschaftliche Relevanz des Themas Multilokalität sind im Steigen begriffen.

Die Entscheidung für diese Lebensart ist immer sehr individuell – jedoch verspricht sich jeder und jede einzelne einen klaren, persönlichen Mehrwert daraus. Man will, bildlich gesprochen, das Beste aus zwei Welten vereinen. Drei Hauptmotive spielen hier eine wesentlicher Rolle „Beruf und Ausbildung“, „Familie und Beziehungen“ sowie „Freizeit“.

Multilokalität ist eine Chance für das Mostviertel

Multilokal lebende Menschen bereichern ihre Heimatregion mit neuem Wissen, Fähigkeiten sowie Netzwerken und daraus ergeben sich Chancen für ländliche Regionen.

Unter anderem dank der hohen Lebensqualität, der wunderbaren Naturlandschaften sowie der ausgezeichneten Verkehrsanbindungen ist das Mostviertel geradezu prädestiniert, diese Potenziale zu nutzen.

Die Chancen nutzen

Um die Chancen der Multilokalität für das Mostviertel zu nutzen, ist es im ersten Schritt wichtig, sich mit den Motiven und Bedürfnissen multilokal lebenden Menschen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen.

Neben flexiblen Wohnformen und Arbeitszeitmodellen sind u.a. auch technische und soziale Infrastrukturen und Systeme wie der Breitbandausbau, Kinderbetreuungseinrichtungen und öffentliche Verkehrsanbindungen essenziell, um Menschen für die Region (zurück)zugewinnen. Es braucht aber auch in ländlichen Regionen weitere, vorrangig als „städtisch“ geltende, kreative Orte der Kollaboration  – wie beispielsweise Co-Working Spaces oder Maker Spaces.

Wir leben in einer globalisierten Welt, in der zunehmend ganze Regionen in Konkurrenz zueinander stehen. In diesem weltweiten Standortwettbewerb der Regionen um die besten Unternehmen, um die besten Köpfe und die höchste Lebensqualität kann und soll das Mostviertel ganz vorne mitspielen. Um das zu erreichen, muss auch Bewusstsein für das Thema multilokales Mostviertel in der regionalen Wirtschaft und Politik verstärkt werden.

Get the Most leistet hier einen wertvollen Beitrag durch Sensibilisierung von Gemeinden und Unternehmen für das Thema Multilokalität sowie durch die Vernetzung von multilokal lebenden Menschen mit der Region Mostviertel.

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    Talente für unsere Region zu finden, zu halten oder zurückzugewinnen: Das ist das Ziel der Initiative „Get the Most“, die vom Regionalentwicklungsverein Eisenstraße Niederösterreich gemeinsam mit jungen Menschen ins Leben gerufen wurde.

    Engagierte Partner sind die Kleinregion Ybbstal, der Verein beta campus sowie 26 Gemeinden aus den Bezirken Scheibbs, Amstetten, Waidhofen an der Ybbs und Melk.

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